HomöopathieSucheZur Startseite
Materia medica · Nr. 662

Arum dracontium

Arum-d.

In 145 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Arum dracontium, der Grüne Drachenwurz aus der Familie der Aronstabgewächse, ist ein kleiner Verwandter des bekannteren Arum triphyllum. Die Materia medica beschreibt es vor allem bei Reizzuständen der Atemwege mit nächtlichem, bellendem Husten und unsicherer, wechselnder Stimme. Daneben verzeichnen die Repertorien brennende Empfindungen in den Nierengegenden und ein hartnäckiges Jucken am Hodensack.

Konstitution

KörperbauEin eigener Konstitutionstyp wird in der Literatur nicht beschrieben; das Mittel ist über einzelne Reizsymptome von Haut und Schleimhaut erschlossen.
Thermalitätwechselnd
TemperamentZum Gemüt liegen keine Rubriken vor. Die Literatur beschreibt weder ein Charakterbild noch bestimmte Stimmungslagen; das Mittel wird ausschließlich über körperliche Zeichen bestimmt.

Gemütsbild

Kein Gemütsbild in den Rubriken ausgewiesenUnruhe im Zusammenhang mit dem nächtlichen HustenUngeduld durch das anhaltende JuckenErschöpfung durch gestörten Nachtschlaf

Zu Arum dracontium liegen im Kapitel Gemüt keine Einträge vor, und auch die klassische Materia medica beschreibt keine eigenständige seelische Thematik. Was sich benennen lässt, ergibt sich mittelbar aus dem körperlichen Bild: Ein nächtlicher, krampfartiger Husten und ein hartnäckiges Jucken stören den Schlaf und führen zu Unruhe und Ermüdung am Tag. Alles Weitere wäre Hinzudichtung. Für die Mittelwahl ist das Gemüt bei dieser Arznei ohne Belang; sie wird über die örtlichen Reizsymptome an Atemwegen, Haut und Harnorganen gefunden.

Ängste: In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Husten in der Nacht, auch bellend und krampfartig; daneben Husten am Tag und am Abend
Erschwerte, beengte Atmung
Wunder, schmerzender Hals mit Schleim
Brennende Hitze in der Nierengegend
Anhaltendes Jucken am Hodensack; stechende Schmerzen im Samenstrang
Brennen an den Lidrändern mit Steifheit der Lider
Brennende Schmerzen in den Fußsohlen, Hitze der Hände, Jucken an den Fingern; schießende Schmerzen in Oberarm, Daumen und Oberschenkel
Nesselartiger Hautausschlag mit Jucken; Pickel an der Nase
Springender, stoßweiser Puls
Verschlechterung
  • Nachts, besonders der Husten
  • Abends
  • Wärme des Bettes, wegen des Juckens
  • Sprechen und Singen, wegen der Reizung im Hals
Verbesserung
  • Ruhe und Schweigen
  • Kühle Luft
  • Aufrechtes Sitzen bei erschwerter Atmung

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
Abneigung
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

In Repertorien bei nächtlichem und bellendem Husten aufgeführtKlassisch zugeordnet zu Heiserkeit und unsicherer Stimme, besonders bei Menschen, die viel sprechen oder singenBei wundem Hals mit Schleim verzeichnetBei brennender Hitze in der Nierengegend genanntBei Jucken am Hodensack aufgeführtBei nesselartigem Hautausschlag mit Jucken beschrieben

Abgrenzung

Arum triphyllum, der nächste Verwandte, ist weit besser geprüft und zeigt das kennzeichnende Bohren und Zupfen an Nase und Lippen bis zum Wundwerden sowie scharfe, wundmachende Nasenabsonderung. Spongia tosta steht bei bellendem, sägendem Husten mit Trockenheit des Kehlkopfes und Besserung durch warme Getränke. Hepar sulphuris zeigt den bellenden Husten mit Verschlimmerung durch kalte Luft und großer Berührungsempfindlichkeit. Für Arum dracontium spricht die Verbindung von nächtlichem Husten, unsicherer Stimme und den brennenden Empfindungen an Nierengegend und Fußsohlen; wegen der schmalen Prüfung ist die Mittelwahl entsprechend zurückhaltend zu stellen.

Verwandte Mittel

Arum triphyllumSpongia tostaHepar sulphuris calcareumCausticumPhosphorusDrosera rotundifolia

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.