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Materia medica · Nr. 659

Arsenicum sulphuratum rubrum

Ars-s-r.

In 65 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Arsenicum sulphuratum rubrum, das rote Arsensulfid (Realgar), ist ein selten geprüftes Mittel aus der Arsenreihe. Die Repertorien führen es vor allem bei hartnäckigen Hautausschlägen — Ekzem, Schuppenflechte, Furunkel, Akne — sowie bei brennenden Magenschmerzen, die nachts und nach kalten Getränken zunehmen. Daneben stehen neuralgische Schmerzen und Taubheitsgefühle in den Armen.

Konstitution

KörperbauIn der Literatur nicht näher beschrieben. Überliefert ist die Zugehörigkeit zur Arsengruppe, die insgesamt als zehrend und kraftlos gilt.
Thermalitätfrostig
TemperamentÜber das Gemüt liegen in den vorliegenden Rubriken keine Angaben vor. Die Arsenmittel werden in der Materia medica allgemein als unruhig, ängstlich und um die eigene Gesundheit besorgt beschrieben; für diese Zubereitung ist das nicht eigens belegt.

Gemütsbild

In den vorliegenden Rubriken sind keine Gemütssymptome verzeichnetAus der Arsengruppe überliefert: Unruhe und BesorgtheitEmpfindlichkeit gegenüber Kälte

Zu Arsenicum sulphuratum rubrum liegen in der Datenbasis keine Gemütsrubriken vor. Das Mittel wird nach den körperlichen Zeichen gewählt, vor allem nach den Hautausschlägen und dem brennenden Magenschmerz. Was die klassische Materia medica über die Arsenverbindungen allgemein sagt — nächtliche Unruhe, Ängstlichkeit, Erschöpfung nach kurzer Anstrengung — lässt sich nicht ohne Weiteres auf diese Zubereitung übertragen und wird hier nur als Hintergrund genannt. Für eine belastbare Gemütsbeschreibung reicht die Prüfungslage nicht aus.

Ängste: In den vorliegenden Rubriken nicht verzeichnet, Für die Arsengruppe allgemein beschrieben: Angst um die Gesundheit, nächtliche Unruhe

Leitsymptome

Brennender Magenschmerz, in den Rubriken als hervorstechendes Zeichen geführt
Verschlimmerung des Magenbrennens nach kalten Getränken und nachts
Hartnäckige Hautausschläge: Ekzem, Schuppenflechte, Furunkel
Akne im Gesicht
Taubheit und Schwäche der Arme, besonders rechts, bis zu Lähmungsgefühl
Neuralgische Schmerzen, auch als Ischias beschrieben
Verschlechterung
  • Nachts, besonders für die Magenbeschwerden
  • Nach kalten Getränken
  • Morgens beim Erwachen, mit bitterem Geschmack und Armschmerz
  • Kälte allgemein
Verbesserung
  • Wärme, in der Arsengruppe durchgehend beschrieben
  • Warme Getränke
  • In den vorliegenden Rubriken sind nur wenige Besserungen eigens verzeichnet

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken keine Speiseverlangen verzeichnet
Abneigung
  • Kalte Getränke werden schlecht vertragen und verstärken das Magenbrennen

In Repertorien häufig zugeordnet

Chronische Hautausschläge wie Ekzem und Schuppenflechte, in Repertorien aufgeführtFurunkel und AkneBrennende Magenbeschwerden mit nächtlicher VerschlimmerungNeuralgische Schmerzen und IschiasTaubheit und Schwächegefühl in den ArmenZustände nach grippalen Infekten

Abgrenzung

Arsenicum album ist das weit besser geprüfte Hauptmittel der Gruppe, mit brennenden Schmerzen, nächtlicher Unruhe, Frostigkeit und Besserung durch Wärme; es wird gewählt, wenn das Gemütsbild mitspricht. Arsenicum sulphuratum flavum steht dem roten Sulfid nahe und wird ebenfalls Hautleiden zugeordnet. Sulphur wird bei brennenden, juckenden Ausschlägen mit Verschlimmerung durch Bettwärme genannt, ist aber warmblütig; das Realgar-Bild ist frostig und schmaler. Kalium arsenicosum wird bei trockenen, schuppenden Ausschlägen mit nächtlicher Verschlimmerung erwähnt.

Verwandte Mittel

Arsenicum albumArsenicum sulphuratum flavumKalium arsenicosumSulphurGraphites

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.