Arsenum iodatum, das Arsenjodid, verbindet in der Materia medica die Ruhelosigkeit und Erschöpfung des Arsens mit der Abmagerung und dem Drüsenbezug des Jods. Beschrieben wird ein magerer, kraftloser Mensch, der trotz gutem Appetit abnimmt, leicht schwitzt und dem Wärme unangenehm ist. Kennzeichnend sind scharfe, wundmachende Absonderungen aus Nase und Haut sowie eine Neigung zu chronischen Katarrhen und Hautausschlägen.
Konstitution
Gemütsbild
Ruhelosigkeit und Nervosität, die aus dem Bett treibtAngstgefühl mit rascher ErschöpfungSchwermut und VerzweiflungUngeduld und EileWunsch, nicht angesprochen zu werden
Die Repertorien führen allgemeines Angstgefühl, Ruhelosigkeit mit Nervosität und Schwermut im höchsten Grad. Verzeichnet sind ferner Ungeduld, Eile, Verzweiflung und der Wunsch, nicht angesprochen zu werden; auch eine warme Bettdecke verschlimmert die Unruhe. Zugleich ist Milde als Rubrik ausgewiesen, was auf ein wechselndes Bild zwischen getriebener Reizbarkeit und weicher Nachgiebigkeit deutet. Die klassische Literatur beschreibt einen Menschen, der bei nachlassenden Kräften umso rastloser wird, sich unaufhörlich beschäftigt und dabei rasch erschöpft. Die arsenische Sorge um die eigene Gesundheit ist im Bild angelegt, wenn auch weniger scharf gezeichnet als bei Arsenicum album.
Ängste: Allgemeines Angstgefühl, in der Brust empfunden, Angst mit Ruhelosigkeit, die aus dem Bett treibt, Verzweiflung bei langwierigen, kräftezehrenden Beschwerden
Leitsymptome
- Wärme und warme Räume
- Körperliche Anstrengung
- Morgens und nachts
- Warmes Bett, das die Unruhe steigert
- Nasses, kaltes Wetter
- Kühle, frische Luft und Aufdecken
- Ruhe im Freien
- Langsame Bewegung
- Essen, das die Schwäche zeitweise bessert
Verlangen und Abneigungen
- Heißhunger ist im höchsten Grad verzeichnet
- Die Literatur nennt Verlangen nach warmen Getränken, wie es für die Arsen-Verbindungen beschrieben wird
- In den Rubriken nicht eigens ausgewiesen
- In der Literatur genannt: Abneigung gegen fette Speisen
In Repertorien häufig zugeordnet
In Repertorien bei chronischem, wundmachendem Schnupfen mit verstopfter Nase aufgeführtKlassisch zugeordnet zu Abmagerung trotz gutem Appetit, besonders bei KindernBei trockenen, krustigen Hautausschlägen und Schuppenflechte genanntBei asthmatischer Atemnot mit Beklemmung verzeichnetBei Drüsenschwellungen aufgeführtBei Erschöpfungszuständen mit Nachtschweiß und hektischem Fieber in der Literatur beschrieben
Abgrenzung
Arsenicum album teilt Ruhelosigkeit, Angst und Erschöpfung, ist jedoch ausgeprägt frostig und bessert sich durch Wärme, während Arsenum iodatum Wärme schlecht erträgt und kühle Luft sucht. Jodum zeigt ebenfalls Abmagerung trotz Heißhunger und Verschlechterung durch Wärme, hat aber eine noch stärkere Getriebenheit mit dem Drang, ständig etwas zu tun, und ausgeprägten Drüsenbezug ohne die arsenischen Hautsymptome. Tuberculinum ähnelt in Abmagerung und Rastlosigkeit, zeigt jedoch den Drang nach Veränderung und Reisen. Bei den Hautsymptomen ist Sulphur abzugrenzen, das ebenfalls Wärme meidet, aber untypisch reichlichen Appetit ohne Auszehrung zeigt.
Verwandte Mittel
Arsenicum albumJodumTuberculinumSulphurKalium bichromicumConium maculatum
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.