HomöopathieSucheZur Startseite
Materia medica · Nr. 647

Aristolochia milhomens

Arist-m.

In 12 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Aristolochia milhomens ist eine brasilianische Osterluzeiart, die über die südamerikanischen Prüfungen des 19. Jahrhunderts in die Materia medica gelangte. Das überlieferte Bild ist klein und trägt zwei Handschriften: die eines Verletzungsmittels, das bei stumpfen Verletzungen mit Bluterguss genannt wird, und die eines Mittels mit sehr umschriebenen Schmerzen in der Achillessehne. Daneben stehen Herzschmerz und Blähungsbeschwerden des Magens.

Konstitution

KörperbauEin eigener Konstitutionstyp ist nicht überliefert; das Mittel wird über seine örtlichen Schmerzangaben und den Bezug zu Verletzungen bestimmt.
Thermalitätwechselnd
TemperamentZum Gemüt liegen keine Repertoriumsrubriken vor, und die Literatur beschreibt kein Gemütsbild. Aristolochia milhomens ist als Prüfungsmittel mit wenigen körperlichen Zeichen überliefert.

Gemütsbild

Keine Gemütsrubriken im Repertorium verzeichnetGereiztheit durch anhaltenden Schmerz beim GehenBeklommenheit im Zusammenhang mit dem Herzschmerz

Das Mittel ist im Repertorium ohne Gemütsrubriken erfasst; ein Charakterbild lässt sich daraus nicht ableiten. Die einzigen mittelbaren Hinweise auf die Verfassung ergeben sich aus den Beschwerden selbst: Ein ziehender Schmerz in der Achillessehne begleitet jeden Schritt und macht mürbe, ein Schmerz in der Herzgegend erzeugt Beklommenheit und lenkt die Aufmerksamkeit auf den eigenen Körper. Die klassische Materia medica behandelt Aristolochia milhomens als kleines Mittel für Folgen von Verletzungen und für umschriebene Schmerzen. Ausführlichere Angaben liegen nicht vor.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Schmerz im Bein, ausdrücklich in der Achillessehne - die kennzeichnendste Angabe des Mittels
In den Repertorien bei Folgen von Verletzungen, also nach Schlag, Sturz und Prellung, aufgeführt
Verletzungen mit Bluterguss und Austritt von Blut ins Gewebe
Schmerz in der Herzgegend
Blähungsbeschwerden des Magens mit Aufstoßen und Auftreibung
In den klinischen Rubriken im Zusammenhang mit der Zuckerkrankheit genannt
Verschlechterung
  • Gehen und Auftreten, wegen des Sehnenschmerzes
  • Berührung und Druck auf die verletzte Stelle
  • Nach dem Essen, wegen der Blähungsbeschwerden
Verbesserung
  • Ruhe und Entlastung des Beines
  • Abgang von Blähungen

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Abneigung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

In Repertorien bei Schmerzen der Achillessehne aufgeführtBei Folgen von Verletzungen mit Bluterguss genanntBei Schmerz in der Herzgegend verzeichnetBei Blähungsbeschwerden des Magens aufgeführtIn den klinischen Rubriken im Zusammenhang mit der Zuckerkrankheit genannt

Abgrenzung

Arnica montana ist das große Verletzungsmittel mit Bluterguss und dem Gefühl der Zerschlagenheit; Aristolochia milhomens steht daneben als kleines Mittel mit derselben Zuordnung, aber ohne dessen breites Allgemeinbild. Ruta graveolens ist bei Beschwerden von Sehnen und Sehnenansätzen das nächstliegende Vergleichsmittel, Rhus toxicodendron bei Sehnenschmerz mit Besserung durch fortgesetzte Bewegung. Tetradymitum teilt die ungewöhnliche Angabe des Achillessehnenschmerzes. Für Aristolochia milhomens spricht die Verbindung von Sehnenschmerz, Verletzungsfolgen und Blähungsbeschwerden.

Verwandte Mittel

Arnica montanaRuta graveolensRhus toxicodendronTetradymitumAristolochia clematitis

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.