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Materia medica · Nr. 645

Aristolochia clematitis

Arist-cl.

In 1 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Aristolochia clematitis ist die Gewöhnliche Osterluzei, ein altes europäisches Frauen- und Wundkraut, das schon in der Klostermedizin bei Geburt und Wundheilung verwendet wurde. In der homöopathischen Literatur gilt sie als kleines Mittel des weiblichen Zyklus und der Wundheilung, ohne ausführliche klassische Arzneimittelprüfung. Der Repertoriumsbestand umfasst hier eine einzige Angabe, und diese liegt im Gemütskapitel: der Mangel an Selbstvertrauen.

Konstitution

KörperbauEin charakteristischer Körperbau ist nicht überliefert; für eine Konstitutionszuordnung reicht der Bestand nicht aus.
ThermalitätIn der Literatur nicht näher beschrieben
TemperamentZum Temperament liegen nur knappe Angaben vor. Die neuere Literatur beschreibt die Osterluzei im Zusammenhang mit Frauen in Umbruchphasen des Zyklus, denen das Zutrauen in die eigene Kraft abhandengekommen ist; ein ausgearbeitetes Persönlichkeitsbild im Sinne der großen Mittel liegt jedoch nicht vor.

Gemütsbild

Mangel an SelbstvertrauenFehlendes Zutrauen in die eigene KraftKein darüber hinausgehendes Gemütsbild überliefert

Die einzige verzeichnete Rubrik liegt im Gemütskapitel und benennt den Mangel an Selbstvertrauen. Die Literatur stellt die Osterluzei in den Zusammenhang von Übergangsphasen des weiblichen Lebens, in denen die eigene Belastbarkeit in Frage gestellt wird. Weitere Gemütsangaben, Ängste oder Modalitäten sind im Bestand nicht enthalten, und aus einer einzelnen Rubrik lässt sich kein vollständiges Arzneimittelbild ableiten. Hier wird deshalb nichts über die Quellen hinaus ausgemalt.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Zu diesem Mittel ist im Repertorium keine körperliche Rubrik besetzt; die einzige Angabe liegt im Gemütskapitel
Die Literatur nennt daneben Beschwerden des weiblichen Zyklus und der Wechseljahre als überlieferten Anwendungsbereich
Verzögerte Wundheilung, für die das Kraut in der alten Volksmedizin verwendet wurde
Die Ausgangspflanze enthält Aristolochiasäure, die als nierenschädigend gilt; die Rohdroge wird deshalb nicht mehr verwendet
Verschlechterung
  • Keine gesicherten Modalitäten überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Verbesserung
  • Keine gesicherten Modalitäten überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine Angaben zu Speiseverlangen überliefert
Abneigung
  • Keine Angaben zu Speiseabneigungen überliefert

In Repertorien häufig zugeordnet

Mangelndes Selbstvertrauen als einzige Zuordnung im RepertoriumBeschwerden des weiblichen Zyklus nach der neueren LiteraturVerzögerte Wundheilung nach der alten Volksmedizin

Abgrenzung

Beim Thema fehlendes Selbstvertrauen sind Lycopodium clavatum, Silicea terra, Baryta carbonica und Anacardium orientale weit besser belegt; Lycopodium clavatum zeigt den Zweifel hinter einer sicheren Fassade, Silicea terra die Zaghaftigkeit vor jeder neuen Aufgabe. Bei Zyklusbeschwerden stehen Sepia officinalis, Pulsatilla pratensis und Lachesis muta im Vordergrund. Aristolochia clematitis bleibt demgegenüber ein Mittel mit einer einzigen verzeichneten Rubrik.

Verwandte Mittel

Sepia officinalisPulsatilla pratensisLycopodium clavatumSilicea terraCalendula officinalis

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.