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Materia medica · Nr. 33

Argentum metallicum

Arg-m.

Auch: arg, arg-met

In 5.623 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Argentum metallicum ist das Mittel für erschöpfte, neurasthenische Personen mit starker körperlicher und geistiger Schwäche. Charakteristisch sind elektrische Schlaggefühle, wunde Schmerzen und eine besondere Empfindlichkeit gegen Berührung. Die Patienten leiden unter periodisch auftretenden Beschwerden mit ausgeprägter Verschlechterung am Mittag.

Konstitution

KörperbauOft blasse, gelbliche Gesichtsfarbe, erschöpfte Erscheinung mit vorzeitig gealterten Zügen durch chronische Schwäche
Thermalitäteher frostig
TemperamentNeurasthenisches Temperament mit starker Neigung zu Erschöpfung und Schwäche. Die Patienten sind sehr empfindlich und reizbar, besonders gegen Anstrengung und Berührung.

Gemütsbild

Neurasthenie und ErschöpfungÜberempfindlichkeitAngst vor Anstrengung

Das Gemüt ist geprägt von tiefer Erschöpfung und neurasthenischen Zuständen. Die Patienten fühlen sich völlig ausgelaugt und haben eine ausgeprägte Angst vor jeder Art von Anstrengung, da diese ihre Beschwerden verschlimmert. Sie sind überempfindlich gegen äußere Reize und zeigen eine starke Abneigung gegen Berührung. Die geistige Schwäche zeigt sich in Konzentrationsstörungen und allgemeiner mentaler Erschöpfung.

Ängste: Angst vor Anstrengung, Angst vor Berührung

Leitsymptome

Elektrische Schlaggefühle besonders beim Einschlafen in den Extremitäten
Wunde, rohe Schmerzen in Hals, Kehlkopf und Atemwegen mit starker Empfindlichkeit
Ausgeprägte körperliche Schwäche mit Zittern und Unsicherheit beim Gehen
Kopfschmerzen wie zerschmettert, besonders in den Schläfen
Heisere Stimme bis zum Stimmverlust durch Sprechen
Verschlechterung
  • Mittags
  • Morgens
  • Berührung
  • Anstrengung
Verbesserung
  • Gehen
  • Ruhe

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Heißhunger allgemein
  • Vermehrter Appetit
Abneigung
  • Keine spezifischen Abneigungen dokumentiert

In Repertorien häufig zugeordnet

Chronische Heiserkeit und Stimmverlust bei Sängern und RednernNeurasthenie mit elektrischen SchlaggefühlenEpileptische Konvulsionen mit periodischem AuftretenChronische Harnröhrenentzündung mit gelbem AusflussRheumatische Gelenkschmerzen mit wundgeschlagenen Empfindungen

Abgrenzung

Im Gegensatz zu Argentum nitricum fehlen die typischen Antizipationsängste und der Durchfall. Argentum metallicum zeigt mehr die reine Erschöpfung und weniger die mentale Unruhe. Die elektrischen Schlaggefühle unterscheiden es deutlich von anderen Schwächemitteln.

Verwandte Mittel

Argentum nitricumSeleniumStannumZincum metallicum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-03-21). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.