HomöopathieSucheZur Startseite
Materia medica · Nr. 619

Arbutus andrachne

Arb.

Auch: Arbu.

In 10 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Arbutus andrachne, der Griechische Erdbeerbaum, ist ein Heidekrautgewächs des östlichen Mittelmeerraums und mit der Bärentraube verwandt. In der homöopathischen Literatur ist er ein kleines Mittel mit einem geschlossenen kleinen Bild: die Repertorien führen ihn bei Gelenkentzündungen im Umkreis von Gicht und Rheuma, bei nässenden Ekzemen der Haut sowie mit einem Bezug zum Harn. Die Verbindung von Gelenk-, Haut- und Harnzeichen ist das Kennzeichnende an diesem schmalen Bestand.

Konstitution

KörperbauEin ausgearbeitetes Konstitutionsbild liegt nicht vor. Beschrieben wird eher eine Stoffwechsellage - die gichtisch-rheumatische Belastung mit Hautbeteiligung - als ein bestimmter Körperbau.
Thermalitätwechselnd
TemperamentZum Temperament liegen keine belastbaren Angaben vor. Das Mittel wird über den Gelenk- und Hautbezug beschrieben; wer es erwägt, geht von diesen Zeichen aus, nicht vom Wesen der Person.

Gemütsbild

Kein eigenständiges Gemütsbild überliefertReizbarkeit bei schmerzhaften GelenkbeschwerdenIn der Literatur nicht näher beschrieben

Für Arbutus andrachne verzeichnen die Repertorien keine Gemütsrubriken. Das Mittel gehört zu den kleinen, wenig geprüften Arzneien, deren Bild auf der körperlichen Ebene bleibt. Ein seelisches Thema, an dem es sich erkennen ließe, wurde nie ausgearbeitet. Was an Reizbarkeit oder Verdrossenheit auftritt, gehört zum anhaltenden Gelenkschmerz und ist nicht kennzeichnend für dieses Mittel. Der Zugang führt allein über die Zeichen an Gelenken, Haut und Harnwegen.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Entzündung der Gelenke (Arthritis) mit Schwellung und Schmerz - der Schwerpunkt des Mittels
Beschwerden im Umkreis von Gicht, in der klinischen Gruppe verzeichnet
Rheumatische Beschwerden, ebenfalls in der klinischen Gruppe verzeichnet
Ekzem der Haut mit Ausschlag
Bezug zum Harn; die ältere Literatur beschreibt für die Heidekrautgewächse eine Wirkung auf die ableitenden Harnwege
Verschlechterung
  • Bewegung der entzündeten Gelenke
  • Zu weiteren Modalitäten liegen in der Datenbank keine Angaben vor
Verbesserung
  • Ruhe der betroffenen Gelenke
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine Speiseverlangen überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Abneigung
  • Keine Speiseabneigungen überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

GelenkentzündungenGichtische BeschwerdenRheumatische BeschwerdenEkzeme der Haut

Abgrenzung

Innerhalb der Heidekrautgewächse ist Uva ursi (Arctostaphylos uva-ursi) das bekanntere Mittel und ganz auf die Harnwege bezogen, während Arbutus andrachne die Gelenk- und Hautzeichen mitbringt. Bei Gicht sind Colchicum autumnale mit dem berührungsempfindlichen Großzehengrundgelenk und Ledum palustre mit dem aufsteigenden Befall bei Besserung durch Kälte klassisch führend; Urtica urens gilt als Bindeglied zwischen Harnsäurestoffwechsel und Hautausschlag und steht damit dem Grundgedanken dieses Mittels am nächsten. Arbutus andrachne bleibt ein Randmittel mit schmaler Grundlage.

Verwandte Mittel

Uva ursiLedum palustreColchicum autumnaleUrtica urensRhododendron chrysanthum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.