HomöopathieSucheZur Startseite
Materia medica · Nr. 31

Aranea diadema

Aran.

In 787 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Aranea diadema, die Kreuzspinne, ist in der Materia medica das Mittel der durchdringenden, nicht zu erwärmenden Kälte. Kennzeichnend ist ein Frieren, das aus dem Inneren, wie aus den Knochen heraus kommt und dem weder Ofen noch Decke abhelfen. Dazu tritt eine ausgeprägte Regelmäßigkeit der Beschwerden: Sie kehren zur selben Stunde, an jedem oder an jedem zweiten Tag wieder. Feuchte Wohnungen und nasses Wetter verschlimmern.

Konstitution

KörperbauKlassisch beschrieben werden Menschen, die in feuchten, kellerartigen Wohnungen leben oder gelebt haben; oft blass, mit vergrößerter Milz und Neigung zu Wechselfieber. Ein bestimmter Körperbau steht nicht im Vordergrund.
Thermalitätfrostig
TemperamentDie Rubriken heben die überwältigende Mattigkeit und die Neigung hervor, sich hinzulegen. Beschrieben wird eine schwere, träge Verfassung: Der Kranke ist kraftlos, will liegen und findet dennoch in der Bettwärme keine Erleichterung von der inneren Kälte.

Gemütsbild

Überwältigende Mattigkeit mit dem Drang, sich hinzulegenTrägheit und Widerwille gegen jede AnstrengungBedrängnis durch die nicht zu erwärmende innere KälteVerstimmung bei feuchtem Wetter

Das Gemütsbild von Aranea diadema ist wenig ausgearbeitet und ganz von der körperlichen Verfassung her zu verstehen. Im höchsten Grad verzeichnet sind Mattigkeit und die Neigung, sich hinzulegen — der Kranke ist so kraftlos, dass er der Schwere nachgibt. Die klassische Materia medica beschreibt dazu eine trübe, missmutige Stimmung, die mit dem Wetter geht: Nasskaltes Wetter drückt auf das Gemüt wie auf den Körper. Der Kranke fühlt sich innerlich durchkältet und findet keine Wärme, was ihn zermürbt und unruhig macht. Eigenständige Gemütsthemen jenseits dieser Erschöpfung und Wetterabhängigkeit sind in der Literatur nicht näher beschrieben.

Ängste: Beklemmung durch das anhaltende, nicht zu behebende Frieren, Im Übrigen in den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen

Leitsymptome

Mangel an Lebenswärme, dauerndes Frieren — im höchsten Grad verzeichnet; die Kälte scheint aus den Knochen zu kommen
Verlangen nach Wärme, ohne dass Wärme bessert — ein Leitzeichen dieses Mittels, im höchsten Grad aufgeführt
Frost als vorherrschendes Fieberstadium; Fieber, das ohne eigentliches Hitzestadium verläuft
Frost, der täglich oder jeden zweiten Tag wiederkehrt; langdauernder Schüttelfrost
Ausgeprägte Regelmäßigkeit: Die Beschwerden kehren immer zur selben Stunde wieder
Kältegefühl, das die Schmerzen begleitet; innerlicher Frost
Vergrößerung der Milz; Bauchschmerzen während des Stuhlgangs
Steifheitsgefühl und Pelzigsein der Unterschenkel
Kopfschmerz, der beim Reden schlimmer und im Freien besser wird
Verschlechterung
  • Feuchtigkeit, nasskaltes Wetter, feuchte Wohnungen
  • Baden und Waschen mit kaltem Wasser
  • Zur immer gleichen Tageszeit, periodisch wiederkehrend
  • Reden (Kopfschmerz)
  • Ruhe im Sinne von Untätigkeit
Verbesserung
  • Frische Luft (Kopfschmerz)
  • Rauchen, in der Materia medica genannt
  • Während der Menstruation
  • Bewegung, soweit sie erträglich ist

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Verlangen nach Wärme, das jedoch keine Erleichterung bringt
  • Bezogen auf Speisen in den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
Abneigung
  • Abneigung gegen Baden und kaltes Wasser
  • Bezogen auf Speisen in der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

In Repertorien im höchsten Grad bei dauerndem Frieren und Mangel an Lebenswärme aufgeführtKlassisch zugeordnet zu periodisch wiederkehrenden Frostzuständen, die zur selben Stunde einsetzenBei Beschwerden nach längerem Aufenthalt in feuchten Wohnungen verzeichnetIn Repertorien bei Fieberverläufen genannt, bei denen der Frost vorherrschtBei Milzvergrößerung im Gefolge von Wechselfieber beschriebenBei Taubheits- und Steifheitsgefühl der Unterschenkel aufgeführt

Abgrenzung

Arsenicum album teilt das tiefe Frieren, wird dort jedoch durch äußere Wärme deutlich gebessert und zeigt Unruhe, Angst und die nächtliche Verschlimmerung nach Mitternacht — bei Aranea bessert Wärme gerade nicht. China officinalis steht ebenfalls bei periodischen Fieberzuständen mit Milzvergrößerung, dort mit ausgeprägter Schwäche nach Säfteverlust und Berührungsempfindlichkeit. Cedron, in der Materia medica als verwandt genannt, teilt die uhrzeitgenaue Wiederkehr der Anfälle. Für Aranea sprechen die knochentiefe Kälte, die Wärme nicht behebt, und der Zusammenhang mit feuchten Wohnverhältnissen.

Verwandte Mittel

Arsenicum albumCedronChina officinalisNatrium sulphuricumDulcamaraCalcarea carbonica

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.