Aquilegia vulgaris, die Gemeine Akelei, ist ein Hahnenfußgewächs mit den charakteristischen gespornten blauen Blüten, das in der alten Heilkunde als Frauenmittel galt. In der homöopathischen Literatur führen Clarke und andere sie als kleines Mittel für nervöse Zustände junger Mädchen in der Reifezeit, mit Schlaflosigkeit und wechselhafter Erregung. Die vorliegenden Repertoriumsangaben bestätigen genau diesen Schwerpunkt und weisen das Mittel dem Gemüt zu, dort der Hysterie.
Konstitution
Gemütsbild
Nervöse Erregbarkeit mit raschem StimmungswechselZustände, die die alte Literatur als hysterisch bezeichneteUnruhe und Schlaflosigkeit, besonders in der ReifezeitBeschwerden im Zusammenhang mit der beginnenden Regelblutung
Das gesamte Repertoriumsbild von Aquilegia vulgaris besteht aus dem Kapiteleintrag Gemüt und der Untergruppe Hysterie. Damit ist das Mittel im Repertorium ausschließlich über die seelische Erregbarkeit bestimmt. Die klassische Literatur füllt dieses knappe Bild etwas aus: Beschrieben werden junge Mädchen in der Pubertät, bei denen sich nervöse Unruhe, Schlaflosigkeit und wechselnde Beschwerden um die einsetzende Regel gruppieren. Der Zustand wirkt sprunghaft, die Klagen wechseln, ein klarer körperlicher Befund fehlt oft. Eine ausführliche Arzneimittelprüfung liegt nicht vor, sodass diese Angaben aus der klinischen Erfahrung des 19. Jahrhunderts stammen und mit Zurückhaltung zu lesen sind.
Ängste: Unbestimmte ängstliche Unruhe im Rahmen der nervösen Erregung, Darüber hinaus keine bestimmten Ängste überliefert
Leitsymptome
- In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
- Der Literatur folgend: um die Zeit der Regelblutung und in der Reifezeit
- In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
- In der Literatur nicht näher beschrieben
Verlangen und Abneigungen
- In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
- In der Literatur nicht näher beschrieben
- In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
- In der Literatur nicht näher beschrieben
In Repertorien häufig zugeordnet
In Repertorien unter dem Gemütskapitel bei der Hysterie aufgeführtIn der klassischen Literatur bei nervösen Zuständen junger Mädchen in der Reifezeit genanntBei Schlaflosigkeit im Rahmen nervöser Erregung beschriebenBei wechselnden Beschwerden um die beginnende Regelblutung verzeichnet
Abgrenzung
In der Rubrik Hysterie stehen mehrere durchgezeichnete Mittel, die Aquilegia vulgaris an Ausarbeitung deutlich übertreffen. Ignatia amara zeigt die widersprüchlichen Symptome, den Kloß im Hals und die stille Trauer nach Kränkung, Moschus die theatralische Steigerung bis zur Ohnmacht, Asa foetida das Aufsteigen im Hals und die Überempfindlichkeit, Valeriana officinalis die sprunghaft wechselnden Beschwerden mit Gefühl des Schwebens. Pulsatilla pratensis ist bei jungen Mädchen in der Reifezeit das weit besser beschriebene Mittel mit Weinerlichkeit, Trostbedürfnis und Besserung in frischer Luft. Aquilegia vulgaris kommt in Betracht, wenn diese kennzeichnenden Merkmale fehlen.
Verwandte Mittel
Ignatia amaraPulsatilla pratensisMoschusAsa foetidaValeriana officinalisCimicifuga racemosa
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.