Aqua marina ist die homöopathische Zubereitung des Meerwassers mit seinem vollständigen Salzgehalt. Das kleine überlieferte Bild ist ganz vom Meer geprägt: Verschlimmerung durch den Aufenthalt an der See, Übelkeit im Sinne der Seekrankheit, dazu Kopfschmerz und träger Stuhl. Auf der Gemütsseite verzeichnen die Rubriken Langsamkeit und einen Mangel an Selbstvertrauen.
Konstitution
Gemütsbild
Langsamkeit im Denken und HandelnMangel an SelbstvertrauenMattigkeit, die den Antrieb dämpftUngünstiges Ansprechen auf das Meeresklima
Das Gemütsbild ist auf zwei Rubriken beschränkt, die aber gut zusammenpassen. Verzeichnet ist Langsamkeit: Der Betreffende kommt schwer in Gang, braucht länger für Entscheidungen und Handgriffe und wirkt dabei nicht widerwillig, sondern gehemmt. Dazu tritt der Mangel an Selbstvertrauen, das Gefühl, den eigenen Kräften nicht recht zu trauen. Beides verstärkt sich, wenn die Beschwerden an der See zunehmen, denn dort mehren sich Kopfschmerz und Übelkeit. Ein weiter ausgearbeitetes Gemütsbild ist in der Materia medica nicht beschrieben; das Mittel steht dort vor allem für die Unverträglichkeit des Meeresklimas.
Ängste: Zweifel an den eigenen Fähigkeiten im Sinne des fehlenden Selbstvertrauens, Weitere Ängste sind in der Literatur nicht näher beschrieben
Leitsymptome
- Aufenthalt an der See und Seeluft - die einzige ausdrücklich verzeichnete Allgemeinmodalität
- Schwankende Bewegung, wie auf dem Schiff
- Klimawechsel
- Entfernung vom Meer, Aufenthalt im Binnenland
- Ruhe und feste Unterlage unter den Füßen
Verlangen und Abneigungen
- In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
- In der Literatur nicht näher beschrieben
- In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
- In der Literatur nicht näher beschrieben
In Repertorien häufig zugeordnet
In Repertorien bei Verschlimmerung durch den Aufenthalt an der See aufgeführtBei Übelkeit im Sinne der Seekrankheit genanntBei Kopfschmerz verzeichnetBei Verstopfung aufgeführtBei Langsamkeit und Mangel an Selbstvertrauen als Gemütszeichen genannt
Abgrenzung
Natrium muriaticum ist das große Salzmittel und teilt die Verschlimmerung an der See sowie die Neigung zu Kopfschmerz und trägem Stuhl, ist jedoch durch das kennzeichnende Gemütsbild mit Verschlossenheit nach Kränkung und dem Verlangen nach Salz weit besser bestimmt. Medorrhinum wird in den Repertorien für die Besserung am Meer geführt und steht damit im Gegensatz. Bei Seekrankheit sind Cocculus mit Übelkeit durch Bewegung und Tabacum mit Todesblässe, kaltem Schweiß und Besserung an frischer Luft die geläufigen Mittel. Für Aqua marina spricht die deutliche Bindung aller Beschwerden an den Aufenthalt am Meer.
Verwandte Mittel
Natrium muriaticumCocculusTabacumMedorrhinumBromium
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.