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Materia medica · Nr. 601

Apocynum androsaemifolium

Apoc-a.

In 16 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Apocynum androsaemifolium, der Ausgebreitete Hundswürger, ist ein nordamerikanisches Hundsgiftgewächs und der kleinere Verwandte des besser bekannten Apocynum cannabinum. Die Repertorien führen ihn bei Wassersucht, Rheuma mit wanderndem Fieber, bei Übelkeit und Erbrechen sowie bei Wurmbeschwerden. Auffällig ist ein Juckreiz im Gesicht, der mit dem höchsten hier vorkommenden Grad verzeichnet ist.

Konstitution

KörperbauNicht festgelegt. Klassisch werden Menschen mit Neigung zu Wassereinlagerung und geschwächter Verdauung beschrieben; ein eigener Konstitutionstyp ist nicht ausgearbeitet.
Thermalitätfrostig
TemperamentGemütsrubriken liegen nicht vor. Die Literatur beschreibt für die Apocynum-Mittel eine allgemeine Hinfälligkeit mit Schwäche und Benommenheit bei bestehender Wassersucht; das ist eine Kennzeichnung des Krankheitszustands und kein Wesenszug. Über Grundstimmung und Charakter äußern sich die Quellen zu diesem Mittel nicht.

Gemütsbild

Keine Gemütsrubriken verzeichnetHinfälligkeit und Benommenheit bei Wassersucht, aus der klinischen BeschreibungAuswahl nach den körperlichen Zeichen

Für Apocynum androsaemifolium sind keine eigenen Gemütszeichen hinterlegt. Die alten Berichte beschäftigen sich mit der Wirkung auf Magen, Darm und Wasserhaushalt; ein seelisches Bild wird nicht mitgeteilt. Auch der besser geprüfte Verwandte Apocynum cannabinum ist in dieser Hinsicht schmal geblieben — dort wird die Benommenheit und Teilnahmslosigkeit im Zustand der Wassersucht beschrieben. Für die hier vorliegende Art bleibt selbst das eine Übertragung, die die Quellen nicht eigens belegen.

Ängste: Keine Angstrubriken verzeichnet, In der Literatur nicht beschrieben

Leitsymptome

Juckreiz im Gesicht, in den Rubriken mit dem höchsten hier vorkommenden Grad verzeichnet
Nervenschmerz im Gesicht
Wassersucht, in den klinischen Rubriken aufgeführt
Rheumatisches Fieber mit wandernden Schmerzen, ausdrücklich als periodisch und umherziehend verzeichnet
Übelkeit, Erbrechen und Durchfall
Wurmbeschwerden
Verschlechterung
  • Periodisch wiederkehrend, besonders für das rheumatische Fieber
  • Nach dem Trinken, wie es für die Apocynum-Mittel beschrieben wird
  • Kälte und Nässe
Verbesserung
  • Wärme
  • Reichliche Harnausscheidung, mit der die Wassereinlagerung zurückgeht
  • Ruhe

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken nicht verzeichnet
  • Bei den Apocynum-Mitteln wird großer Durst beschrieben, ohne dass Getränke vertragen werden
Abneigung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht verzeichnet
  • Weitere Speiseabneigungen sind in der Literatur zu diesem Mittel nicht beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

Wassersucht mit Einlagerung von FlüssigkeitRheumatische Fieberzustände mit wandernden SchmerzenÜbelkeit, Erbrechen und DurchfallJuckreiz und Nervenschmerz im GesichtWurmbeschwerden

Abgrenzung

Apocynum cannabinum ist die ausführlicher geprüfte Schwesterart und das eigentliche Mittel der Wassersucht mit großem Durst, der sich nicht stillen lässt, und mit Übelkeit nach jedem Schluck; wo Wassereinlagerung im Vordergrund steht, ist es die belegtere Wahl. Apis mellifica zeigt Wassersucht mit stechendem Schmerz und Durstlosigkeit, Helleborus niger mit Benommenheit und langsamer Reaktion. Apocynum androsaemifolium tritt vor allem dort ins Blickfeld, wo Magen-Darm-Zeichen, wanderndes rheumatisches Fieber und der auffallende Gesichtsjuckreiz zusammentreffen.

Verwandte Mittel

Apocynum cannabinumApis mellificaHelleborus nigerDigitalis purpureaCina

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.