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Materia medica · Nr. 596

Apium graveolens

Ap-g.

In 37 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Apium graveolens ist der Sellerie, ein Doldenblütler, der als Küchen- und Heilpflanze seit Langem gebräuchlich ist. In der homöopathischen Literatur steht das Mittel vor allem bei Nesselausschlag und bei Kopfschmerz, der sich beim Essen und an frischer Luft bessert. Der Datenbestand ist klein und durchgehend niedrig gewichtet; das Bild bleibt ein Umriss.

Konstitution

KörperbauEin eigenes Konstitutionsbild ist nicht ausgearbeitet. Die Rubriken deuten auf Menschen mit reizbarer Haut, Neigung zu Quaddeln und einer Verdauung, die auf leeren Magen mit Kopfschmerz antwortet.
ThermalitätIn der Literatur nicht näher beschrieben
TemperamentZum Gemüt ist im Datenbestand allein Ruhelosigkeit unter den Allgemeinsymptomen verzeichnet. Ein Temperamentsbild ist daraus nicht abzuleiten und wird hier nicht ergänzt.

Gemütsbild

Allgemeine RuhelosigkeitKeine weiteren Gemütsrubriken verzeichnetDas Mittel wird über Haut und Kopfschmerz erschlossen

Das Gemüt von Apium graveolens ist im vorliegenden Datenbestand nur mit einer Angabe berührt: Ruhelosigkeit, und diese steht unter den Allgemeinsymptomen, nicht unter Gemüt. Die homöopathische Literatur behandelt den Sellerie als kleines, wenig durchgeprüftes Mittel, das über die Neigung zu Nesselausschlag und die eigentümlichen Kopfschmerzmodalitäten geführt wird. Ein Gemütsbild ist nicht überliefert und wird hier nicht konstruiert. Wer das Mittel erwägt, geht von den Modalitäten aus - insbesondere von der Besserung des Kopfschmerzes durch Essen und an frischer Luft. Für ein durchgezeichnetes Gemütsbild bei Nesselausschlag verweist die Literatur üblicherweise auf Apis mellifica, Urtica urens oder Rhus toxicodendron.

Ängste: Keine Ängste im Repertorium verzeichnet, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Nesselausschlag der Haut - der bekannteste Zug des Mittels
Kopfschmerz, der sich beim Essen, nach dem Frühstück und an frischer Luft bessert - die kennzeichnendste Modalität
Harnverhaltung
Rückenschmerz, der beim Liegen auf dem Rücken schlimmer und beim Gehen besser wird
Zahnschmerz, der sich durch kaltes Wasser bessert
Sodbrennen; Katarrh im hinteren Nasenraum; Ohrenausfluss; allgemeine Ruhelosigkeit
Verschlechterung
  • Liegen auf dem Rücken (Rückenschmerz)
  • Nüchternheit, wenn der Kopfschmerz vor dem Essen hervortritt
Verbesserung
  • Essen und Frühstücken (Kopfschmerz)
  • Frische, offene Luft (Kopfschmerz)
  • Gehen (Rückenschmerz); kaltes Wasser (Zahnschmerz)

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Kaltes Wasser im Mund bei Zahnschmerz, das ausdrücklich bessert
  • Keine eigentlichen Speiseverlangen im Repertorium verzeichnet
Abneigung
  • Keine Speiseabneigungen im Repertorium verzeichnet

In Repertorien häufig zugeordnet

NesselausschlagKopfschmerz mit Besserung durch Essen und frische LuftHarnverhaltungRückenschmerz mit Besserung beim GehenZahnschmerz mit Besserung durch kaltes WasserSodbrennen und Katarrh im hinteren Nasenraum

Abgrenzung

Apis mellifica ist bei Quaddeln und Nesselausschlag das weitaus besser geprüfte Mittel und unterscheidet sich durch die brennend-stechenden Schmerzen und die deutliche Besserung durch Kälte. Urtica urens zeigt den Nesselausschlag mit heftigem Brennen und Jucken und wird häufig im Zusammenhang mit Schalentieren beschrieben. Petroselinum, ein weiterer Doldenblütler, steht bei Harnwegsbeschwerden mit plötzlichem Drang. Die Ähnlichkeit der Kürzel von Apium und Apis ist eine bekannte Verwechslungsquelle und lohnt beim Nachschlagen einen zweiten Blick.

Verwandte Mittel

Apis mellificaUrtica urensPetroselinum sativumRhus toxicodendronNatrium muriaticum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.