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Materia medica · Nr. 589

Anthraquinone

Anthraq.

In 1 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Anthraquinone, das Anthrachinon, ist ein Grundgerüst pflanzlicher Farb- und Bitterstoffe, wie sie in Rhabarberwurzel, Sennesblättern, Faulbaumrinde und Aloe vorkommen; dort sind Anthrachinon-Verbindungen für die abführende Wirkung verantwortlich. In der homöopathischen Literatur ist der Stoff selbst ein sehr kleines, kaum beschriebenes Mittel ohne ausführliche Arzneimittelprüfung. Der Repertoriumsbestand umfasst eine einzige Angabe: grünlicher Auswurf.

Konstitution

KörperbauEin charakteristischer Körperbau ist nicht überliefert; für eine Konstitutionszuordnung reicht der Bestand nicht aus.
ThermalitätIn der Literatur nicht näher beschrieben
TemperamentZum Temperament liegen keine belastbaren Angaben vor. Anthraquinone gehört zu den chemisch definierten Stoffen, die ohne ausgearbeitetes Arzneimittelbild in die Repertorien gelangt sind.

Gemütsbild

Kein eigenständiges Gemütsbild überliefertKeine ausführliche Arzneimittelprüfung vorhandenEinzige Angabe betrifft den Auswurf

Im Repertorium ist zu Anthraquinone keine Gemütsrubrik besetzt; die einzige Angabe liegt im Kapitel Auswurf. Die abführenden Pflanzen, in denen der Stoff vorkommt, sind in der Materia medica gut beschrieben - Rheum, Senna, Rhamnus frangula und Aloe socotrina -, doch gehören diese Bilder den Pflanzen und nicht dem isolierten Inhaltsstoff. Hier wird deshalb nichts ergänzt, was die Quellen nicht hergeben.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Grünlicher Auswurf - die einzige Angabe, unter der das Mittel im Repertorium geführt wird
Katarrhalische Beschwerden der Atemwege mit gefärbtem Schleim, wie sie diese Rubrik umschreibt
Weitere körperliche Angaben sind zu diesem Mittel nicht überliefert
Verschlechterung
  • Keine gesicherten Modalitäten überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Verbesserung
  • Keine gesicherten Modalitäten überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine Angaben zu Speiseverlangen überliefert
Abneigung
  • Keine Angaben zu Speiseabneigungen überliefert

In Repertorien häufig zugeordnet

Grünlicher Auswurf als einzige Zuordnung im RepertoriumWeitere Zuordnungen sind im Bestand nicht enthalten

Abgrenzung

Bei grünlichem Auswurf sind Pulsatilla pratensis, Kali bichromicum, Stannum metallicum, Natrium sulphuricum und Lycopodium clavatum die weit besser belegten Mittel; Pulsatilla pratensis zeigt den milden gelbgrünen Schleim ohne Durst, Kali bichromicum den zähen, fadenziehenden Auswurf, Stannum metallicum die große Schwäche in der Brust beim Sprechen. Anthraquinone bleibt demgegenüber ein Mittel mit einer einzigen verzeichneten Angabe und ohne eigenes Symptomenbild.

Verwandte Mittel

Pulsatilla pratensisKali bichromicumStannum metallicumRheum officinaleAloe socotrina

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.