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Materia medica · Nr. 588

Anthracokali

Anthraco.

In 1 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Anthracokali ist ein altes Arzneipräparat aus Steinkohle, die in Kalilauge gelöst wurde. Die ältere Materia medica führt es unter den Hautmitteln und beschreibt es bei hartnäckigen, nässenden und schuppenden Ausschlägen. Im Repertorium ist der Bestand allerdings auf eine einzige Angabe geschrumpft: die Zuordnung zur sykotischen Reaktionsweise, dort mit erhöhtem Grad geführt.

Konstitution

KörperbauEin charakteristischer Körperbau ist nicht überliefert; das Mittel wurde nach dem Hautbefund und nicht nach einem Konstitutionsbild verordnet.
ThermalitätIn der Literatur nicht näher beschrieben
TemperamentZum Temperament liegen keine belastbaren Angaben vor. Anthracokali gehört zu den älteren, klinisch verwendeten Präparaten der Hautbehandlung, die ohne ausführliche Arzneimittelprüfung und ohne Gemütsbild überliefert sind.

Gemütsbild

Kein eigenständiges Gemütsbild überliefertIn der Literatur rein körperbezogen geführtZuordnung über Haut und Miasmenlehre

Im Repertorium ist zu Anthracokali keine Gemütsrubrik besetzt; die einzige Angabe liegt im Kapitel Allgemeines. Die ältere Literatur beschreibt das Mittel ausschließlich über den Hautbefund - hartnäckige Ausschläge, Furunkel und Geschwüre - ohne ein seelisches Bild zu zeichnen. Die bei chronischen Hautleiden häufige Zermürbung und Zurückgezogenheit ist für dieses Mittel nicht gesondert überliefert und wird hier nicht ergänzt.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Sykose - die einzige Angabe des Bestandes, mit erhöhtem Grad im Kapitel Allgemeines geführt; sie steht in der klassischen Miasmenlehre für Wucherungen, Absonderungen und chronische Schleimhaut- und Hautbeschwerden
Hartnäckige, nässende Hautausschläge, wie sie die ältere Literatur diesem Präparat zuordnet
Furunkel und schlecht heilende Geschwüre, in den alten Quellen als Anwendungsbereich genannt
Brennen und Jucken der befallenen Hautstellen als beschriebene Begleiterscheinung
Verschlechterung
  • Keine gesicherten Modalitäten überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Verbesserung
  • Keine gesicherten Modalitäten überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine Angaben zu Speiseverlangen überliefert
Abneigung
  • Keine Angaben zu Speiseabneigungen überliefert

In Repertorien häufig zugeordnet

Zuordnung zur sykotischen Reaktionsweise, mit erhöhtem Grad geführtHartnäckige nässende Hautausschläge nach der älteren LiteraturFurunkel und schlecht heilende Geschwüre

Abgrenzung

Als sykotische Mittel sind Thuja occidentalis, Natrium sulphuricum, Medorrhinum und Nitricum acidum weit besser belegt. Bei hartnäckigen Hautausschlägen stehen Graphites für den zähen, honigartigen Ausfluss der Hautfalten, Sulfur für den brennenden Juckreiz mit Verschlechterung durch Waschen und Wärme, Petroleum für die rissige Winterhaut. Nicht zu verwechseln ist Anthracokali mit der Nosode Anthracinum, die aus dem Milzbrandgeschehen bereitet wird und bei brandigen Entzündungen geführt wird. Anthracokali selbst bleibt ein Mittel mit einer einzigen verzeichneten Rubrik.

Verwandte Mittel

Thuja occidentalisNatrium sulphuricumGraphitesSulfurAnthracinum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.