Antimonium sulfuratum, das Schwefelantimon, gehört zu den weniger gebräuchlichen Antimonmitteln und ist in den Repertorien vor allem durch katarrhalische Beschwerden der Atemwege und eine deutliche Verschlimmerung durch Wärme gekennzeichnet. Auffallend sind Absonderungen der Nase mit harnartigem Geruch und ein hartnäckiger Husten mit saurem Auswurf. Daneben nennen die Rubriken eine Verstopfung, die besonders älteren Menschen zugeordnet wird.
Konstitution
Gemütsbild
Schwermut, die sich abends verstärktEmpfindung von Kraft, die dem Befinden nicht entsprichtUnruhe in der Nacht beim ErwachenWenig eigenständig geprüfte Gemütszüge
Zum Gemüt liegt nur wenig vor. Verzeichnet ist eine Schwermut mit abendlicher Verschlimmerung, wie sie für mehrere Antimonmittel beschrieben wird. Auffallend ist die hoch graduierte Empfindung von Kraft und Stärke, die im Kontrast zu der ebenfalls genannten morgendlichen Schwäche steht. Die klassische Materia medica schildert die Antimonmittel als reizbar und der Zuwendung überdrüssig; für diese Art selbst ist das jedoch nicht eigens belegt und sollte nicht ohne Weiteres übertragen werden.
Ängste: In den vorliegenden Rubriken keine ausgeprägten Ängste verzeichnet, Beklommenheit beim nächtlichen Erwachen mit lauter Atmung
Leitsymptome
- Wärme in jeder Form, in den Rubriken am höchsten graduiert
- Abends, mit Schwermut und Frostschauern
- Morgens, mit Schwäche und Steifigkeit
- Einatmen von Dämpfen
- Kühle Luft
- Nach dem Aufstehen und im Verlauf des Vormittags
- In den vorliegenden Rubriken sind weitere Besserungen nicht verzeichnet
Verlangen und Abneigungen
- In den vorliegenden Rubriken keine ausgeprägten Speiseverlangen verzeichnet
- Abneigung gegen warme Räume und Wärme allgemein
- Aufblähung des Bauches nach dem Essen, mit Widerwillen gegen weitere Nahrung
In Repertorien häufig zugeordnet
Langwierige Katarrhe der Nase und der AtemwegeHusten mit saurem AuswurfVerstopfung im höheren LebensalterHautausschläge mit purpurfarbenem AusschlagGelenkbeschwerden mit morgendlicher Steifigkeit
Abgrenzung
Antimonium crudum, das gebräuchlichste Antimonmittel, kennzeichnet die dick weiß belegte Zunge, Magenverstimmung nach Überessen und Hornhautverdickungen; es ist bei unklarer Wahl innerhalb der Gruppe die besser geprüfte Alternative. Antimonium tartaricum steht bei rasselndem Schleim in der Brust mit Atemnot und Schwäche. Antimonium sulfuratum tritt vor allem dort ins Blickfeld, wo die Verschlimmerung durch Wärme und der harnartige Nasengeruch das Bild bestimmen.
Verwandte Mittel
Antimonium crudumAntimonium tartaricumKalium bichromicumHepar sulfuris calcareumPulsatilla
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.