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Materia medica · Nr. 582

Antimonium oxydatum

Ant-ox.

Auch: Ant-o

In 41 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Antimonium oxydatum, das Antimonoxid, ist ein kleines Mittel aus der Antimon-Reihe, das in den Repertorien fast ausschließlich mit körperlichen Angaben vertreten ist. Der Schwerpunkt liegt auf den männlichen Genitalien mit Erschlaffung, Schwund und pustulösen Ausschlägen sowie auf einer rasselnden Atmung. Der Datenbestand ist klein und ein Gemütsbild nicht überliefert; das Porträt bleibt entsprechend zurückhaltend.

Konstitution

KörperbauEin eigenes Konstitutionsbild ist für dieses Mittel nicht ausgearbeitet. Die Rubriken deuten auf geschwächte, in den Geweben erschlaffte Zustände mit Neigung zu Schwund und schlecht heilenden Hautausschlägen.
ThermalitätIn der Literatur nicht näher beschrieben
TemperamentZum Gemüt liegen in OpenHomeopath keine Rubriken vor, und auch die klassische Materia medica beschreibt das Mittel nahezu ausschließlich über körperliche Angaben. Rückschlüsse auf ein Temperament sind daher nicht belastbar. Die Antimon-Verwandtschaft insgesamt wird als reizbar und berührungsempfindlich beschrieben, was sich auf dieses Salz aber nicht ohne Weiteres übertragen lässt.

Gemütsbild

Keine Gemütsrubriken im Repertorium verzeichnetIn der Literatur nicht näher beschriebenDas Mittel wird über körperliche Angaben erschlossen

Zu Antimonium oxydatum liegen im vorliegenden Datenbestand keine Gemütsrubriken vor. Die klassische Materia medica führt das Mittel als kleines Antimonsalz, dessen Prüfungs- und Beobachtungsmaterial überwiegend aus körperlichen Angaben besteht. Ein Gemütsbild wird hier daher nicht konstruiert. Wer das Mittel erwägt, stützt sich auf die Genital-, Atmungs- und Rückensymptome. Für ein Gemütsbild der Antimon-Gruppe im Ganzen wird üblicherweise auf Antimonium crudum und Antimonium tartaricum verwiesen, deren Bilder wesentlich vollständiger durchgeprüft sind.

Ängste: Keine Ängste im Repertorium verzeichnet, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Rasselnde Atmung - der auffälligste Atemwegszug, verbunden mit schmerzhaftem Husten aus Reizung in Brust und Luftwegen
Erschlaffung des Penis und Schwund der Hoden
Pustulöse Ausschläge am Hodensack
Brennender Schmerz am Penis, Hodenschmerz
Weißlicher Ausfluss aus der Harnröhre
Schmerz am Blasenhals sowie wunder, stechender Schmerz in der Lendengegend
Verschlechterung
  • Nach dem Erwachen (Schweiß im Zusammenhang mit dem Aufwachen)
  • Beim Husten und bei Reizung der Luftwege
Verbesserung
  • Im vorliegenden Datenbestand keine Besserungen verzeichnet
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine Speiseverlangen im Repertorium verzeichnet
Abneigung
  • Keine Speiseabneigungen im Repertorium verzeichnet

In Repertorien häufig zugeordnet

Rasselnde Atmung mit schmerzhaftem HustenPustulöse Ausschläge am HodensackErschlaffung und Schwund im Bereich der männlichen GenitalienBrennen an Penis und Harnröhre mit weißlichem AusflussSchmerzen im BlasenhalsWunder Lendenschmerz

Abgrenzung

Antimonium crudum ist das bekannteste Mittel der Gruppe und tritt mit dick weiß belegter Zunge, Verdauungsbeschwerden nach Überessen und hornartigen Hautverdickungen hervor. Antimonium tartaricum teilt die rasselnde Atmung, dort jedoch als beherrschendes Bild mit reichlichem, kaum zu lösendem Schleim und starker Schwäche. Bei den Genitalsymptomen sind Acidum nitricum und Sulphur zu vergleichen, die ausgeprägtere und breiter geprüfte Bilder für pustulöse Ausschläge am Hodensack bieten.

Verwandte Mittel

Antimonium crudumAntimonium tartaricumAcidum nitricumSulphurMercurius solubilis

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.