HomöopathieSucheZur Startseite
Materia medica · Nr. 579

Antimonium muriaticum

Ant-m.

In 5 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Antimonium muriaticum ist das Chlorid des Antimons, in der alten Arzneibereitung als Spießglanzbutter bekannt - eine stark ätzende Verbindung, die früher äußerlich zur Zerstörung krankhaften Gewebes verwendet wurde. In der homöopathischen Datenbank ist es nur mit einer einzigen, sehr eng umgrenzten Angabe geführt: bösartige Geschwülste der Unterlippe. Ein ausgearbeitetes Mittelbild besteht nicht.

Konstitution

KörperbauEin eigener Konstitutionstyp ist nicht überliefert. Das Mittel ist ausschließlich über einen örtlichen Befund geführt.
Thermalitätwechselnd
TemperamentZum Gemüt liegen im Repertorium keine Einträge vor. Antimonium muriaticum ist nicht über eine Prüfung erschlossen; ein Temperamentsbild wird in der Literatur nicht gezeichnet.

Gemütsbild

Keine charakteristischen Gemütsrubriken vorhandenIn der Literatur nicht näher beschrieben

Zu Antimonium muriaticum sind keine Gemütszeichen verzeichnet. Das Mittel stammt aus der älteren Wundarzneikunde, in der die ätzende Antimonverbindung äußerlich auf krankhaft veränderte Stellen der Lippe aufgetragen wurde; eine homöopathische Prüfung an Gesunden liegt nicht vor. Die anderen Antimonmittel - Antimonium crudum mit der belegten Zunge und dem Überdruss, Antimonium tartaricum mit der Rasselatmung und der Schwäche - besitzen breit ausgearbeitete Bilder, die sich auf das Chlorid nicht übertragen lassen. Wer es erwägt, tut dies allein wegen des einen überlieferten örtlichen Zeichens.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Bösartige Geschwulst der Unterlippe - die einzige näher bestimmte Angabe des Mittels
Krankhafte Veränderungen der Lippen allgemein
Bösartige Geschwülste im Gesicht, allgemein geführt
Weitere Organbezüge sind nicht überliefert
Verschlechterung
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
  • Keine charakteristischen Verschlechterungen überliefert
Verbesserung
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
  • Keine charakteristischen Besserungen überliefert

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine charakteristischen Speiseverlangen überliefert
Abneigung
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

In Repertorien bei bösartigen Geschwülsten der Unterlippe aufgeführtKrankhafte Veränderungen der LippenGeschwülste im Gesichtsbereich

Abgrenzung

Bei krankhaften Veränderungen der Lippe sind Kreosotum, Conium maculatum, Arsenicum album und Condurango die in der Literatur ausführlicher beschriebenen Mittel. Innerhalb der Antimongruppe sind Antimonium crudum und Antimonium tartaricum vollständig geprüft und für die tägliche Arbeit ungleich wichtiger. Antimonium muriaticum bleibt ein historisches Randmittel mit einer einzigen Angabe. Bösartige Erkrankungen gehören in jedem Fall in ärztliche Abklärung und Behandlung.

Verwandte Mittel

Antimonium crudumAntimonium tartaricumKreosotumConium maculatumArsenicum album

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.