Ampelopsis quinquefolia, die Wilde Rebe oder Jungfernrebe (Virginia Creeper), ist ein nordamerikanisches Weinrebengewächs. Die ältere Literatur beschreibt nach Genuss der Beeren ein Bild von heftigem Erbrechen mit Durchfall und drohendem Kollaps, das damals der Cholera nahegestellt wurde. Daneben führen die Repertorien Wasseransammlungen im Gewebe, Heiserkeit und Flüssigkeitsansammlung im Hodensack.
Konstitution
Gemütsbild
Kein eigenständiges Gemütsbild überliefertTeilnahmslosigkeit und Mattigkeit im akuten VerlaufEinordnung erfolgt über den körperlichen Befund
Für Ampelopsis quinquefolia sind keine Gemütsrubriken verzeichnet. Das Bild des Mittels stammt aus beobachteten Vergiftungen nach dem Verzehr der Beeren, bei denen heftiges Erbrechen, wässriger Durchfall und rascher Kräfteverfall im Vordergrund standen. Was sich beschreiben lässt, ist die Verfassung im Zusammenbruch: matt, kühl, wenig ansprechbar. Ein Gemüts- oder Konstitutionsbild im Sinne der geprüften Mittel ist in der Literatur nicht näher beschrieben. Schwere Durchfallerkrankungen mit Flüssigkeitsverlust erfordern ärztliche Behandlung.
Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben
Leitsymptome
- Nach dem Trinken, mit erneutem Erbrechen im akuten Verlauf
- Kälte
- Ruhe und äußere Wärme
- Weitere gesicherte Modalitäten sind nicht überliefert
Verlangen und Abneigungen
- Keine charakteristischen Verlangen überliefert
- In der Literatur nicht näher beschrieben
- Keine charakteristischen Abneigungen überliefert
- In der Literatur nicht näher beschrieben
In Repertorien häufig zugeordnet
Heftiges Erbrechen mit wässrigem DurchfallSchwächezustände mit kalter Haut nach FlüssigkeitsverlustWasseransammlungen im GewebeFlüssigkeitsansammlung im HodensackHeiserkeit
Abgrenzung
Veratrum album ist das klassische Mittel des Bildes mit gleichzeitigem Erbrechen und Durchfall, kaltem Stirnschweiß und eisiger Kälte; Camphora steht bei plötzlichem Zusammenbruch mit eisiger Haut und dem Bedürfnis, unbedeckt zu liegen. Cuprum metallicum tritt hinzu, wenn Krämpfe das Bild beherrschen. Ampelopsis quinquefolia steht neben diesen mit deutlich schmalerer Bezeugung; unterscheidend sind allenfalls die zusätzlich verzeichneten Wasseransammlungen und die Hydrozele. Apis mellifica und Apocynum cannabinum sind bei Wassersucht die weit häufiger geführten Mittel.
Verwandte Mittel
Veratrum albumCamphoraCuprum metallicumApis mellificaApocynum cannabinum
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.