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Materia medica · Nr. 517

Amygdalus persica

Amgd-p.

Auch: Amyg-p

In 21 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Amygdalus persica ist der Pfirsichbaum; homöopathisch verwendet werden vor allem die Blätter, die wie alle Rosengewächse mit Steinfrüchten geringe Mengen Blausäureverbindungen enthalten. Die klassische Literatur führt das Mittel bei Reizzuständen des Magens mit Übelkeit und Erbrechen. Der Rubrikenbestand ist mit 21 Eintragungen klein und steht durchweg im niedrigsten Grad; bemerkenswert ist der Verlust von Geschmack und Geruch.

Konstitution

KörperbauZum Körperbau liegen keine kennzeichnenden Angaben vor. Ein eigener Konstitutionstyp ist für Amygdalus persica in der homöopathischen Literatur nicht beschrieben.
Thermalitätwechselnd
TemperamentDas Repertorium führt für dieses Mittel keine Gemütsrubriken. Aussagen über Temperament oder Wesensart wären daher nicht belegt. Die überlieferten Angaben beschreiben durchgehend einen Reizzustand der Schleimhäute und der Sinne, nicht eine seelische Verfassung.

Gemütsbild

Keine Gemütsrubriken im Repertorium verzeichnetKein geprüftes Gemütsbild überliefertMittelwahl über Magen- und Sinnesbeschwerden

Für Amygdalus persica sind im Repertorium keine Gemütsangaben eingetragen. Das Mittel stammt aus der amerikanischen Praxis des 19. Jahrhunderts und ist über klinische Beobachtungen in die Materia medica gelangt, nicht über eine systematische Prüfung am Gesunden. Was überliefert ist, betrifft den gereizten Magen, die Augen und die Sinne. Ein Seelenbild lässt sich daraus nicht gewinnen. Auffallend ist stattdessen ein Zug durch die Sinneswahrnehmung: Geschmack und Geruch können ganz verlorengehen, was in der Repertorisation als brauchbares Einzelzeichen gilt.

Ängste: Keine Ängste überliefert, Im Repertorium nicht verzeichnet

Leitsymptome

Reizzustand des Magens - das Kernthema des Mittels, klassisch mit Übelkeit und Erbrechen beschrieben
Verlust des Geschmackssinns
Vermindertes bis aufgehobenes Riechvermögen
Augenreizung, dazu Sehbeschwerden
Jucken der oberen Gliedmaßen; Beschwerden im Handgelenk, auch nach Verrenkung
Schwäche im Bereich der männlichen Geschlechtsorgane
Verschlechterung
  • Im Repertorium sind keine Modalitäten verzeichnet
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Verbesserung
  • Im Repertorium sind keine Modalitäten verzeichnet
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine kennzeichnenden Speiseverlangen überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Abneigung
  • Keine kennzeichnenden Speiseabneigungen überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

Reizzustände des Magens mit ÜbelkeitVerlust von Geschmack und GeruchAugenreizungBeschwerden im HandgelenkHautjucken an den Armen

Abgrenzung

Amygdalus persica gehört botanisch zu den Rosengewächsen mit Blausäureverbindungen und steht damit neben Laurocerasus und Amygdala amara; beide sind bei Atem- und Herzbeschwerden weit besser ausgearbeitet. Für Reizzustände des Magens mit Übelkeit liegen Ipecacuanha mit der anhaltenden Übelkeit trotz Erbrechen und Nux vomica mit dem vergeblichen Würgen näher. Für den Verlust von Geruch und Geschmack sind Pulsatilla pratensis, Natrium muriaticum und Magnesium muriaticum die geläufigen Vergleiche.

Verwandte Mittel

LaurocerasusIpecacuanhaNux vomicaPulsatilla pratensisNatrium muriaticum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.