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Materia medica · Nr. 497

Ammonium iodatum

Am-i.

In 3 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Ammonium iodatum, das Ammoniumjodid, gehört zu den Ammoniumsalzen, die in der homöopathischen Literatur vor allem bei Reizzuständen der Atemwege geführt werden. Kennzeichnend und in der vorliegenden Datenbasis am deutlichsten belegt ist eine ungewöhnliche Empfindung beim Atmen: als atme man durch einen Schwamm. Das Mittel ist klein, aber durch dieses eine eigentümliche Zeichen gut wiedererkennbar.

Konstitution

KörperbauIn der Literatur nicht näher beschrieben; für die Jodverbindungen wird allgemein der magere, rasch zehrende Typus genannt.
Thermalitätwarmblütig
TemperamentEin ausgearbeitetes Konstitutionsbild liegt für Ammonium iodatum nicht vor. Die Gruppe der Jodverbindungen wird in der Literatur mit Unruhe, Getriebensein und Abmagerung trotz Appetit beschrieben, die Ammoniumsalze mit Reizung der Schleimhäute und mit Verschlimmerung in warmen Räumen. Für dieses Salz selbst sind solche Züge nicht durch eigene Rubriken belegt; maßgeblich ist die Atemsymptomatik.

Gemütsbild

keine gesicherten Gemütssymptome überliefertUnruhe, wie sie für Jodverbindungen allgemein beschrieben wirdBeklommenheit bei erschwertem Atmen

In OpenHomeopath sind für Ammonium iodatum keine Rubriken aus dem Gemütskapitel verzeichnet. Die Literatur beschreibt das Mittel als Atemwegsmittel und geht auf die seelische Seite kaum ein. Was sich sagen lässt, gilt für erschwertes Atmen allgemein: Beklommenheit, Unruhe, das Bedürfnis nach frischer Luft. Für die Jodverbindungen insgesamt wird ein rastloser, getriebener Zug beschrieben, der jedoch für dieses Salz nicht eigens belegt ist. Gefunden wird das Mittel über die Atemempfindung, nicht über die Stimmung.

Ängste: keine charakteristischen Ängste überliefert, in der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Empfindung, als atme man durch einen Schwamm — das kennzeichnende und am stärksten belegte Zeichen des Mittels
Erschwertes, behindertes Atmen mit dem Gefühl, die Luft komme nicht frei durch
Reizzustände von Kehlkopf und Bronchien, wie sie die ältere Materia medica dem Mittel zuordnet
Beschwerden der Atmung allgemein, als übergeordnete Zuordnung geführt
Verschlechterung
  • in warmen, geschlossenen Räumen, wie für die Jodverbindungen beschrieben
  • beim Atmen selbst, entsprechend der verzeichneten Empfindung
Verbesserung
  • an frischer, kühler Luft, wie für Mittel dieser Gruppe beschrieben
  • weitere Besserungsmodalitäten sind nicht belastbar überliefert

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • keine charakteristischen Verlangen überliefert
Abneigung
  • keine charakteristischen Abneigungen überliefert

In Repertorien häufig zugeordnet

erschwertes Atmen mit der Empfindung, durch einen Schwamm zu atmenReizzustände von Kehlkopf und Bronchien, in der Literatur Ammonium iodatum zugeordnetAtembeschwerden mit Verschlimmerung in warmen Räumen

Abgrenzung

Innerhalb der Ammoniumsalze ist Ammonium carbonicum das ausgearbeitetste Atemwegsmittel, dort mit Lufthunger, Schwäche und Verschlimmerung in feuchtwarmer Luft; Ammonium muriaticum betont zähen Schleim und Hustenreiz. Von den Jodverbindungen unterscheidet sich Ammonium iodatum durch die schmale Symptombasis: Iodum selbst bringt Hunger, Abmagerung und Getriebensein mit, Kalium iodatum die durchdringenden Knochenschmerzen. Die Schwamm-Empfindung beim Atmen ist das Zeichen, über das dieses Salz gefunden wird.

Verwandte Mittel

Ammonium carbonicumAmmonium muriaticumIodumKalium iodatumSpongia tosta

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.