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Materia medica · Nr. 480

Alumina phosphorica

Alum-p.

In 3 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Alumina phosphorica ist das Aluminiumsalz der Phosphorsäure und gehört zu den kombinierten Mineralmitteln, die erst in der neueren Homöopathie gebräuchlich geworden sind. Es steht zwischen den beiden gut ausgearbeiteten Grundmitteln Alumina und Acidum phosphoricum; die vorliegenden wenigen Rubriken nennen Unentschlossenheit, innerliches Frösteln und Erbrechen beim Husten. Ein breit abgesichertes Arzneimittelbild besteht nicht.

Konstitution

KörperbauIn der Literatur nicht näher beschrieben; nach der Bauart des Salzes wird am ehesten der zarte, rasch erschöpfte Typus beschrieben.
Thermalitätfrostig
TemperamentDie verzeichnete Rubrik zum innerlichen Frost weist auf ein frostiges, wenig durchwärmtes Wesen hin, das Kälte von innen empfindet. Die Unentschlossenheit ergänzt das Bild um Langsamkeit im Entschluss. Nach der Systematik der Salzmittel verbindet Alumina phosphorica die Verwirrung und Trockenheit der Alumina mit der Erschöpfbarkeit und Offenheit des Phosphorbezugs; das ist eine Ableitung aus der Zusammensetzung und keine geprüfte Beschreibung.

Gemütsbild

Unentschlossenheit, UnschlüssigkeitLangsamkeit im Fassen eines EntschlussesErschöpfbarkeit, wie sie für Verbindungen mit Phosphorsäure beschrieben wird

Die einzige belegte Gemütsrubrik des Mittels ist die Unentschlossenheit: Der Betreffende kommt zu keinem Schluss, wägt hin und her und bleibt vor der Entscheidung stehen. Dieser Zug ist bei Alumina als Grundmittel gut bekannt und dort mit Verwirrung über die eigene Person, Verlangsamung und einem Gefühl der Unwirklichkeit verbunden. Die Beteiligung der Phosphorsäure lässt in der Systematik der Salzmittel die Seite der Erschöpfung erwarten, ein Nachlassen der geistigen Kraft nach Anstrengung oder Kummer. Für Alumina phosphorica selbst liegt außer der Unentschlossenheit keine weitere Gemütsrubrik vor; die übrigen Züge sind aus den Bestandteilen abgeleitet und nicht durch eigene Prüfungssymptome gedeckt.

Ängste: keine charakteristischen Ängste durch Rubriken belegt, in der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Innerlicher Frost, Kälteempfinden von innen heraus — eine gut verwertbare Eigentümlichkeit des Mittels
Erbrechen beim Husten — als eigene Rubrik geführt und damit eine brauchbare Begleiterscheinung bei Hustenzuständen
Beschwerden des Magens im Zusammenhang mit Husten, als übergeordnete Zuordnung
weitere körperliche Symptome sind in der vorliegenden Datenbasis nicht verzeichnet
Verschlechterung
  • beim Husten, entsprechend der Rubrik zum Erbrechen
  • durch Kälte, entsprechend der frostigen Ausrichtung des Mittels
Verbesserung
  • keine gesicherten Besserungsmodalitäten überliefert
  • in der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • keine charakteristischen Verlangen überliefert
Abneigung
  • keine charakteristischen Abneigungen überliefert

In Repertorien häufig zugeordnet

Unentschlossenheit und Langsamkeit im Entschluss, wie sie die Gemütsrubrik beschreibtFrostzustände mit innerlichem KälteempfindenHustenzustände, bei denen Erbrechen den Husten begleitet

Abgrenzung

Alumina phosphorica ist von den beiden Grundmitteln her zu lesen, ohne mit ihnen gleichgesetzt werden zu dürfen. Alumina bringt die ausgeprägte Trockenheit von Haut und Schleimhäuten, die träge Verdauung und die Verwirrung über die eigene Person mit; Acidum phosphoricum die Erschöpfung nach Kummer und Wachstum mit Gleichgültigkeit. Beim Erbrechen während des Hustens sind Drosera, Ipecacuanha und Kalium carbonicum die ausgearbeiteten Mittel. Wegen der schmalen Datenbasis wird Alumina phosphorica erst nach diesen erwogen.

Verwandte Mittel

AluminaAcidum phosphoricumDroseraIpecacuanhaKalium carbonicum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.