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Materia medica · Nr. 476

Alstonia scholaris

Alst-s.

In 6 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Alstonia scholaris, der Ditabaum oder Schwarzbrett-Baum, ist ein tropisches Hundsgiftgewächs Südasiens; verwendet wird die bitter schmeckende Rinde, die in der Kolonialmedizin als Bittermittel und als Mittel gegen Wechselfieber galt. In der homöopathischen Literatur steht das Mittel bei geschwächten Menschen mit hartnäckigen Durchfällen und ausgeprägter Blähungsbildung. Die Datenbasis ist schmal, führt die vorhandenen Angaben aber im höchsten Grad - der Schwerpunkt liegt eindeutig auf Blähungen und Stuhlbeschaffenheit.

Konstitution

KörperbauBeschrieben werden geschwächte, herabgekommene Menschen nach zehrenden Erkrankungen; die ältere Literatur nennt ausdrücklich die Erschöpfung nach lange schwelenden Fieberkrankheiten in warmen Ländern.
Thermalitätwechselnd
TemperamentZum Temperament liegen keine eigenen Rubriken vor. Die Literatur beschreibt vor allem den körperlichen Kräfteverfall: Schwäche, Blässe und Erschöpfung, ohne ein ausgearbeitetes Wesensbild. Weitergehende Zuschreibungen wären nicht belegbar.

Gemütsbild

Keine eigenen Gemütsrubriken überliefertAllgemeine Kraftlosigkeit nach zehrenden ErkrankungenIn der Literatur nicht näher beschrieben

Für Alstonia scholaris sind in der Datenbasis keine Gemütsrubriken hinterlegt. Die klassische Materia medica beschreibt das Mittel als Bitter- und Kräftigungsmittel bei Menschen, deren Verdauung nach langer Krankheit nicht wieder in Gang kommt. Im Vordergrund stehen Schwäche und der Zustand des Darms, nicht das Gemüt. Wer das Mittel erwägt, geht daher von den ungewöhnlich deutlich verzeichneten Darmangaben aus.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Eingeklemmte Blähungen mit aufgetriebenem Leib - im höchsten Grad verzeichnet und das Kennzeichnendste des Mittels
Reichlicher Windabgang, ebenfalls im höchsten Grad geführt
Schwärzlicher, dunkler Stuhl - hoch bewertet
Fadenziehender, strangartiger Stuhl
Die Literatur beschreibt hartnäckige Durchfälle bei geschwächten Menschen, oft im Anschluss an zehrende Fiebererkrankungen oder an verdorbenes Wasser
Verschlechterung
  • Nach zehrenden Erkrankungen und in Zuständen allgemeiner Erschöpfung
  • Nach unverträglichem Essen oder schlechtem Wasser, wie es die ältere Literatur beschreibt
Verbesserung
  • Abgang von Blähungen, der die Auftreibung erleichtert
  • Ruhe und Erholung der Kräfte

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Abneigung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

In Repertorien bei eingeklemmten Blähungen im höchsten Grad aufgeführtIn Repertorien bei reichlichem Windabgang im höchsten Grad genanntIn Repertorien bei schwärzlichem Stuhl hoch bewertet verzeichnetIn Repertorien bei fadenziehendem Stuhl aufgeführtKlassisch zugeordnet zu Schwächezuständen mit hartnäckigem Durchfall

Abgrenzung

China officinalis teilt die Schwäche nach Säfteverlusten und die starke Blähungsbildung, ist aber breiter geprüft und durch die Berührungsempfindlichkeit sowie die Besserung durch festen Druck gekennzeichnet. Lycopodium clavatum steht ebenfalls bei Auftreibung mit eingeklemmten Blähungen, dort mit der bekannten Nachmittagsverschlimmerung und dem raschen Sättigungsgefühl. Carbo vegetabilis zeigt die Auftreibung mit Kollapsneigung und dem Verlangen nach Luftzufuhr. Für Alstonia sprechen die dunkle, fadenziehende Stuhlbeschaffenheit und der Zusammenhang mit Erschöpfung nach langen Fieberkrankheiten.

Verwandte Mittel

China officinalisLycopodium clavatumCarbo vegetabilisNux vomicaPodophyllum peltatum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.