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Materia medica · Nr. 473

Alnus rubra

Aln.

In 19 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Alnus rubra, die Rot-Erle, ist ein kleines nordamerikanisches Hautmittel aus der Tradition der Eklektiker. Ihr Schwerpunkt liegt auf hartnäckigen, nässenden und krustigen Hautausschlägen, auf Drüsenschwellungen und auf Absonderungen der Schleimhäute. Klassisch wird sie den skrofulösen und psorischen Zuständen zugeordnet, also chronischen Zuständen mit schlechter Ausheilung.

Konstitution

KörperbauBeschrieben werden Menschen mit schlechtem Hautzustand, geschwollenen Drüsen und langsamer Heilung - klassisch als skrofulös bezeichnet.
Thermalitätwechselnd
TemperamentZum Gemüt liegen im Repertorium keine Einträge vor. Alnus wird über den Gewebs- und Hautzustand gefunden; ein Temperamentsbild wird in der Literatur nicht gezeichnet.

Gemütsbild

Keine charakteristischen Gemütsrubriken vorhandenIn der Literatur nicht näher beschrieben

Zu Alnus rubra sind keine Gemütszeichen verzeichnet. Das Mittel stammt aus der nordamerikanischen Pflanzenheilkunde, wo die Erlenrinde bei Hautleiden und Drüsenschwellungen gebräuchlich war, und ist von dort in die homöopathische Arzneimittellehre übernommen worden. Die Zuordnung zur Psora und zur Skrofulose beschreibt einen Gewebszustand, keinen seelischen. Wer das Mittel erwägt, geht vom Hautbild, den Drüsen und den Absonderungen aus. Ein Konstitutionsmittel mit ausgearbeitetem Gemütsbild ist Alnus nicht.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Hartnäckige Hautausschläge: bläschenförmig und mit gelblichen Krusten (Grindflechte)
Drüsenschwellungen
Weißfluss bei Frauen; Ausbleiben der Regelblutung
Dünner, zäher Ausfluss aus der Harnröhre
Neigung zu Blutungen
Rheumatische Beschwerden; das Mittel ist auch bei Folgezuständen der Syphilis geführt
Verschlechterung
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
  • Keine charakteristischen Verschlechterungen überliefert
Verbesserung
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
  • Keine charakteristischen Besserungen überliefert

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine charakteristischen Speiseverlangen überliefert
Abneigung
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

Chronische, krustige HautausschlägeBläschenausschläge und GrindflechteDrüsenschwellungenWeißfluss und ausbleibende RegelblutungAusfluss aus der HarnröhreRheumatische Beschwerden bei schlechtem Allgemeinzustand

Abgrenzung

Sulphur, Graphites und Mezereum sind die weit besser geprüften Mittel bei krustigen, nässenden Ausschlägen und über ihre Modalitäten klar zu unterscheiden - Sulphur durch Brennen und Verschlechterung durch Waschen und Bettwärme, Graphites durch den honigartigen Ausfluss, Mezereum durch dicke, weißliche Krusten mit Eiter darunter. Alnus rubra bleibt demgegenüber ein Mittel mit schmaler Grundlage, das vor allem bei gleichzeitiger Drüsenschwellung und Schleimhautabsonderung erwogen wird. Zu Bariumcarbonat besteht Ähnlichkeit im Drüsenbild.

Verwandte Mittel

SulphurGraphitesMezereumBarium carbonicumCalcium carbonicum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.