HomöopathieSucheZur Startseite
Materia medica · Nr. 461

Alfalfa

Alf.

In 4 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Alfalfa, die Luzerne (Medicago sativa), ist ein tief wurzelnder Schmetterlingsblütler und in der Materia medica vor allem als Stärkungsmittel bei Erschöpfung und Untergewicht beschrieben. Im Vordergrund steht ein gesteigerter, oft heißhungriger Appetit; der Repertoriumsbestand führt das Mittel entsprechend bei Heißhunger und daneben bei niedrigem Blutdruck.

Konstitution

KörperbauBeschrieben werden magere, abgezehrte Menschen, die trotz Essens nicht zunehmen, sowie Erschöpfte in der Erholungsphase nach längerer Krankheit.
ThermalitätIn der Literatur nicht näher beschrieben
TemperamentDie Literatur beschreibt eine matte, kraftlose Verfassung mit rascher geistiger Ermüdung: Konzentration fällt schwer, die Arbeit ermüdet früher als sonst, dazu tritt eine Reizbarkeit, wie sie aus Schwäche entsteht. Ein durchgezeichnetes Konstitutionsbild im Sinne der großen Mittel liegt jedoch nicht vor; Alfalfa wird überwiegend nach dem Zustand und nicht nach dem Charakter gewählt.

Gemütsbild

Heißhunger als führende Gemütsrubrik des MittelsGeistige Ermüdung und nachlassende KonzentrationReizbarkeit aus SchwächeAntriebslosigkeit in der Erholungsphase

Der Repertoriumsbestand von Alfalfa ist klein, aber die höchstbewertete Angabe liegt bemerkenswerterweise im Gemütskapitel: der Heißhunger, das übermäßige Essen bis zur Unersättlichkeit. Das verweist auf einen Zustand, in dem der Körper nach Auffüllung verlangt, ohne satt zu werden. Die klassische Literatur beschreibt darüber hinaus geistige Ermüdbarkeit, Benommenheit und schlechte Konzentration - eine Art dumpfe Erschöpfung, die dem Zustand nach schweren Krankheiten oder anhaltender Überlastung entspricht. Ein eigenständiges seelisches Bild mit typischen Konflikten oder Charakterzügen wird in der Materia medica nicht gezeichnet und hier nicht ergänzt.

Ängste: Keine typisierte Angstform überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Heißhunger mit übermäßigem Essen - die höchstbewertete Angabe des Mittels
Niedriger Blutdruck, im klinischen Kapitel des Repertoriums geführt
Die Literatur beschreibt Abmagerung trotz Essens und ausbleibende Gewichtszunahme
Beschrieben werden ferner Erschöpfungszustände nach langer Krankheit und in der Rekonvaleszenz
Genannt wird daneben ein Bezug zur Milchbildung in der Stillzeit
Verschlechterung
  • Nachmittags, wenn die Kräfte nachlassen
  • Keine weiteren gesicherten Modalitäten überliefert
Verbesserung
  • Essen und Ruhe
  • Keine weiteren gesicherten Modalitäten überliefert

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Ausgeprägter, oft unersättlicher Appetit
  • Häufiges Essen zwischendurch
Abneigung
  • Keine ausgeprägte Speiseabneigung überliefert

In Repertorien häufig zugeordnet

Erschöpfungszustände und RekonvaleszenzHeißhunger mit ausbleibender GewichtszunahmeUntergewicht und AbmagerungNiedriger BlutdruckGeistige Ermüdbarkeit

Abgrenzung

China officinalis ist das klassische Mittel der Erschöpfung nach Säfteverlusten, mit ausgeprägter Blähung und Überempfindlichkeit gegen Berührung. Avena sativa steht der nervösen Erschöpfung nach geistiger Überlastung näher. Abies canadensis teilt den nagenden Heißhunger, verbindet ihn aber mit dem kennzeichnenden Klumpengefühl in der Magengrube und dem Verlangen nach grober Kost. Alfalfa bleibt demgegenüber ein Mittel mit sehr schmalem Repertoriumsbestand, das vor allem über den gesteigerten Appetit und die Schwächezustände geführt wird.

Verwandte Mittel

China officinalisAvena sativaAbies canadensisPhosphoricum acidumIodum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.