Aethiops antimonialis ist eine alte Arzneizubereitung aus schwarzem Schwefelquecksilber und schwarzem Schwefelantimon, im 19. Jahrhundert als sogenannter Mohr der Apotheker geführt. Die Repertorien ordnen das Mittel dem skrofulösen Formenkreis zu: Augenentzündungen, Ohrausflüsse, Hauterkrankungen und die alte Sammelbezeichnung Skrofulose stehen im Vordergrund, dazu die klinische Zuordnung zur Syphilis. Das Bild verbindet die Quecksilber- mit der Antimonwirkung und richtet sich vor allem an Kinder mit Drüsen- und Schleimhautbeschwerden.
Konstitution
Gemütsbild
Keine Gemütsrubriken in der Datenbasis verzeichnetKein eigenständiges seelisches Arzneibild überliefertZuordnung erfolgt über die skrofulöse Konstitution der Kinder
Aethiops antimonialis ist in OpenHomeopath ausschließlich mit Augen-, Ohr-, Haut- und klinischen Rubriken vertreten; Gemütsrubriken fehlen. Auch Clarke und Boericke beschreiben das Mittel allein von der Seite der Drüsen- und Schleimhautbeschwerden. Was in der älteren Literatur über das Wesen skrofulöser Kinder gesagt wird, ist eine Beschreibung des Krankheitsbildes und lässt sich nicht als Arzneimittelprüfung lesen. Die Wahl stützt sich hier auf die körperlichen Zeichen und auf die Konstitution, nicht auf seelische Merkmale.
Ängste: In der Literatur nicht näher beschrieben, Keine Angstrubriken in der Datenbasis vorhanden
Leitsymptome
- In den vorliegenden Rubriken sind keine Modalitäten verzeichnet
- Die Quecksilbermittel werden allgemein mit Verschlimmerung nachts und durch Bettwärme beschrieben, was für diese Zubereitung nicht eigens geprüft ist
- In den vorliegenden Rubriken keine Besserungsmodalitäten verzeichnet
- Für diese alte Zubereitung ist keine geordnete Prüfung überliefert, aus der sich Besserungen ableiten ließen
Verlangen und Abneigungen
- In der Datenbasis nicht verzeichnet
- Speiseverlangen sind für diese Zubereitung nicht überliefert
- In der Datenbasis nicht verzeichnet
- Die Rubriken beschränken sich auf Augen, Ohren, Haut und klinische Zuordnungen
In Repertorien häufig zugeordnet
Augenentzündungen bei Kindern mit Drüsenneigung, in Repertorien aufgeführtOhrausfluss, klassisch dem skrofulösen Formenkreis zugeordnetHautbeschwerden am Kopf und hinter den OhrenSkrofulose als alte Sammelbezeichnung für Drüsen- und SchleimhautleidenKlinisch der Syphilis zugeordnet
Abgrenzung
Aethiops mineralis, die verwandte Zubereitung ohne Antimonanteil, gilt als das gebräuchlichere Mittel der beiden und wird ebenfalls Augen- und Ohrbeschwerden skrofulöser Kinder zugeordnet. Mercurius solubilis ist der weit besser geprüfte Vertreter der Quecksilberreihe mit nächtlicher Verschlimmerung und Speichelfluss, Antimonium crudum steht für die Magenbeteiligung mit dick belegter Zunge und Hornhautverdickungen der Haut. Calcarea carbonica und Baryta carbonica sind die konstitutionell tragenden Mittel des drüsigen Kindes. Aethiops antimonialis tritt nur dort ins Blickfeld, wo Augen, Ohren und Haut zugleich betroffen sind.
Verwandte Mittel
Aethiops mineralisMercurius solubilisAntimonium crudumCalcarea carbonicaBaryta carbonica
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.