HomöopathieSucheZur Startseite
Materia medica · Nr. 378

Aconitum lycotonum

Acon-l.

In 26 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Aconitum lycoctonum, der Gelbe Eisenhut oder Wolfs-Eisenhut, ist ein wenig geprüfter Verwandter des bekannten Aconitum napellus. Sein Bild ist ein ganz anderes als das des Hauptmittels: Im Vordergrund stehen Drüsenschwellungen, Rötung und Jucken hinter den Ohren sowie deutliche Beschwerden nach dem Genuss von Schweinefleisch. Mit 26 Rubriken in niedrigem Grad bleibt das Mittel ein Randmittel der Materia medica.

Konstitution

KörperbauIn der Literatur nicht näher beschrieben; genannt werden vor allem Menschen mit Neigung zu Drüsenschwellungen.
Thermalitätwechselnd
TemperamentZum Temperament liegen aus der Prüfung keine belastbaren Angaben vor. Anders als beim Hauptmittel Aconitum napellus fehlen dem Gelben Eisenhut die dramatischen Angst- und Unruhezustände; die Überlieferung beschränkt sich fast vollständig auf körperliche Erscheinungen.

Gemütsbild

kein eigenständiges Gemütsbild überliefertBeschwerden werden ausschließlich körperlich beschriebenkeine Übertragung des Angstbildes von Aconitum napellus

Für Aconitum lycoctonum sind in der Datenbasis keine Gemütsrubriken verzeichnet. Auch die klassische Literatur, insbesondere Clarke, beschreibt das Mittel über Drüsen, Haut und Verdauung, nicht über seelische Zustände. Es wäre irreführend, das ausgeprägte Angst- und Todesfurchtbild von Aconitum napellus auf diese Art zu übertragen: Die beiden Arzneien teilen die botanische Gattung, nicht das Prüfungsbild. Wer ein Gemütsbild sucht, findet es hier nicht.

Ängste: In der Literatur nicht näher beschrieben, Keine Angstrubriken in der Datenbasis vorhanden

Leitsymptome

Beschwerden nach dem Genuss von Schweinefleisch — als Verschlimmerungsursache eigens verzeichnet
Schneidender Schmerz in der Lebergegend nach fettem Essen, besonders nach Schweinefleisch
Rötung und Jucken hinter den Ohren
Schwellung der Drüsen; die ältere Literatur nennt in diesem Zusammenhang auch lymphogranulomatöse Zustände
Wechsel von Verstopfung und Durchfall
Brennen beim Wasserlassen mit Harndrang
Verschlechterung
  • nach dem Genuss von Schweinefleisch und fetten Speisen
  • in der Lebergegend nach dem Essen
  • Weitere Verschlimmerungsmodalitäten sind nicht näher beschrieben
Verbesserung
  • durch leichte Kost und Diätkarenz
  • Weitere Besserungsmodalitäten sind in der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken nicht verzeichnet
Abneigung
  • Unverträglichkeit von Schweinefleisch, in den Rubriken als Verschlimmerung geführt

In Repertorien häufig zugeordnet

Beschwerden nach dem Genuss von SchweinefleischDrüsenschwellungenRötung und Jucken hinter den OhrenLeberbeschwerden mit schneidenden SchmerzenEntzündungen der weiblichen Brustallergische Zustände (klinische Rubrik)

Abgrenzung

Pulsatilla pratensis ist das bekannteste Mittel für Beschwerden nach fetten Speisen, verbunden mit Durstlosigkeit, wechselhaften Beschwerden und Besserung im Freien — all das fehlt bei Aconitum lycoctonum. Bei Drüsenschwellungen sind Calcium carbonicum, Barium carbonicum und Conium maculatum weit ausführlicher beschrieben. Aconitum napellus, der Blaue Eisenhut, teilt zwar die Gattung, hat aber ein völlig anderes Prüfungsbild mit plötzlichem Beginn nach kaltem Wind und großer Angst.

Verwandte Mittel

Aconitum napellusPulsatilla pratensisConium maculatumBarium carbonicum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.