Aconitum lycoctonum, der Gelbe Eisenhut oder Wolfs-Eisenhut, ist ein wenig geprüfter Verwandter des bekannten Aconitum napellus. Sein Bild ist ein ganz anderes als das des Hauptmittels: Im Vordergrund stehen Drüsenschwellungen, Rötung und Jucken hinter den Ohren sowie deutliche Beschwerden nach dem Genuss von Schweinefleisch. Mit 26 Rubriken in niedrigem Grad bleibt das Mittel ein Randmittel der Materia medica.
Konstitution
Gemütsbild
kein eigenständiges Gemütsbild überliefertBeschwerden werden ausschließlich körperlich beschriebenkeine Übertragung des Angstbildes von Aconitum napellus
Für Aconitum lycoctonum sind in der Datenbasis keine Gemütsrubriken verzeichnet. Auch die klassische Literatur, insbesondere Clarke, beschreibt das Mittel über Drüsen, Haut und Verdauung, nicht über seelische Zustände. Es wäre irreführend, das ausgeprägte Angst- und Todesfurchtbild von Aconitum napellus auf diese Art zu übertragen: Die beiden Arzneien teilen die botanische Gattung, nicht das Prüfungsbild. Wer ein Gemütsbild sucht, findet es hier nicht.
Ängste: In der Literatur nicht näher beschrieben, Keine Angstrubriken in der Datenbasis vorhanden
Leitsymptome
- nach dem Genuss von Schweinefleisch und fetten Speisen
- in der Lebergegend nach dem Essen
- Weitere Verschlimmerungsmodalitäten sind nicht näher beschrieben
- durch leichte Kost und Diätkarenz
- Weitere Besserungsmodalitäten sind in der Literatur nicht näher beschrieben
Verlangen und Abneigungen
- In den vorliegenden Rubriken nicht verzeichnet
- Unverträglichkeit von Schweinefleisch, in den Rubriken als Verschlimmerung geführt
In Repertorien häufig zugeordnet
Beschwerden nach dem Genuss von SchweinefleischDrüsenschwellungenRötung und Jucken hinter den OhrenLeberbeschwerden mit schneidenden SchmerzenEntzündungen der weiblichen Brustallergische Zustände (klinische Rubrik)
Abgrenzung
Pulsatilla pratensis ist das bekannteste Mittel für Beschwerden nach fetten Speisen, verbunden mit Durstlosigkeit, wechselhaften Beschwerden und Besserung im Freien — all das fehlt bei Aconitum lycoctonum. Bei Drüsenschwellungen sind Calcium carbonicum, Barium carbonicum und Conium maculatum weit ausführlicher beschrieben. Aconitum napellus, der Blaue Eisenhut, teilt zwar die Gattung, hat aber ein völlig anderes Prüfungsbild mit plötzlichem Beginn nach kaltem Wind und großer Angst.
Verwandte Mittel
Aconitum napellusPulsatilla pratensisConium maculatumBarium carbonicum
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.